Eine Idee setzt sich durch

Wie kann man denen helfen, denen es nicht so gut geht wie uns? Das war der Gedanke der Gründungsmitglieder der "Hilfsgruppe Eifel - Hilfe für krebskranke Kinder e.V.".

Tatsache ist, dass allein in der Bundesrepublik Deutschland jährlich etwa 1.500 Kinder an Leukämie oder an bösartigen Tumoren erkranken. Noch vor 30 Jahren starb fast jedes Kind an dieser Krankeit, während wir heute davon ausgehen können, dass mehr als die Hälfte der krebskranken Kinder erfolgreich behandelt werden kann.

Für die spezifische Behandlung der Betroffenen existieren eigens ausgerüstete Kliniken, die die notwendigen Therapien durchführen und den Patienten die bestmöglichen Heilungschancen bieten können.

Die Familien müssen daher allerdings oft lange Anfahrtswege zu den Zentren in Kauf nehmen. Die häufigen und langwierigen Krankenhausaufenthalte sowie die Trennung der Familienmitglieder sind eine immense psychische und oft auch finanzielle Belastung, die nur mit gezielter Hilfe bewältigt werden kann.

Wie können wir selber helfen?

Um selber helfen zu können, entschlossen wir uns, 1991 die "Hilfsgruppe Eifel - Hilfe für krebskranke Kinder e.V." zu gründen. Der finanzielle Grundstock wurde durch verschiedene Veranstaltungen gelegt, deren gesamter Erlös dem gutem Zweck zugute kam.

Durch das Finanzamt in Schleiden wurde die Hilfsgruppe als besonders förderungwürdig anerkannt. Somit konnte ab sofort in der Öffentlichkeit um Spenden gebeten werden. Die Hilfsgruppe kann Spendenbescheinigungen ausstellen, die vom Finanzamt anerkannt werden. Darüber hinaus fand auch der erste Spendenaufruf in der Eifel ein großes Echo. Durch diesen ersten Erfolg konnten wir nun daran denken, größere Hilfsaktionen zu planen. Freunde der Hilfgruppe Eifel organisierten kulturelle Veranstaltungen wie zum Beispiel Oldie-Rocknächte, Discos, Folklore-Veranstaltungen, Rockkonzerte, Volksmusikabende, Prominenten-Fußballspiele und vieles mehr.

Dieses Engagement ermöglichte der Gruppe ein "aktives Eingreifen". In enger Zusammenarbeit mit Professor Udo Bode von der Universitätskinderklinik in Bonn wurden verschiedene Therapien für tumor- und leukämieerkrankte Kinder übernommen und finanziert. Mehrere Behandlungen krebskranker Kinder, Chemotherapien und verschiedene Operationen wurden erfolgreich durchgeführt. Ebenfalls konnte ein Gehirntumor mit Erfolg behandelt werden.

Hilfe auch außerhalb der Bundesrepublik

Einen weiteren Ansatzpunkt für unsere Hilfe sahen wir bei den betroffenen Kindern der Tschernobyl-Katastrophe. Diese Kinder litten unter Folgekrankheiten des Reaktorunfalls und viele von ihnen erkrankten an Leukämie oder anderen bösartigen Krankheiten. Die Krankheit gilt als Vorbote für weitere Krebserkrankungen.

Seit 1991 betreut die Hilfsgruppe betroffene Kinder der Tschernobyl-Katastrophe. Im Jahre 1991 wurde erstmals eine Gruppe von Kindern aus dem Gebiet um Tschernobyl zu einem Erholungsaufenthalt in die Eifel eingeladen. Jahr für Jahr folgten weitere Aktionen, die es den Kindern ermöglichten, eine unbeschwerte Zeit in der Eifel zu verbringen. Aber auch außerhalb der Erholungsaufenthalte kümmerte sich die Hilfgruppe um die Kinder. Mit gezielten Therapien in der Uniklinik in Bonn wurde Kindern geholfen, die in ihrer russischen Heimat bereits aufgegeben worden waren.

Regelmässige Medikamentenspenden

Regelmäßige Medikamentenspenden für Kinderkliniken in Weißrußland werden finanziert und durchgeführt. Aber immer unter Berücksichtigung der Tatsache, dass auch diese Hilfsgüter den Betroffenen zugute kommen. Dies gelingt durch ständige Kontakte nach Weißrußland.

Unter anderem wurde im Jahre 1992 die größte Spendenaktion von möglichen Knochenmarkspendern, die je in der Eifel stattgefunden hat, durchgeführt. Diese Aktion fand in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) Tübingen statt - in der Hoffung, für Patienten auf der Welt Spender zu finden.

Aufgaben für die Zukunft

Aufgabe für die Zukunft ist unter anderem eine strikte Fortführung der bísher sehr erfolgreichen Arbeit.

Jeder Cent, der der Hilfsgruppe Eifel gespendet wird, kommt den Betroffenen zugute. Es müssen keine Kosten für Telefon, Porto und Verwaltungsarbeit getragen werden, da hierfür Sponsoren gefunden wurden.